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Seit 2016 ist die Academy of English vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) zertifiziert, Deutsch-Kurse anzubieten. Folgende Kursarten finden bei uns statt:

Integrationskurs mit Alphabetisierung (bis B1)

Weltweit gibt es viele Menschen, die nicht ausreichend lesen und schreiben können. Gerade Zugewanderte müssen dadurch mehrere Hürden bewältigen, schließlich möchten sie nicht nur Deutsch sprechen, sondern auch in lateinischer Schrift lesen und schreiben lernen. Unsere Alphabetisierungs-Kurse unterstützen die Teilnehmer dabei.

Die Kurse

  • umfassen 900 Unterrichtsstunden,
  • finden in Kleingruppen statt, damit die Lehrkraft mehr Zeit für jeden Teilnehmer hat,
  • zeigen den Teilnehmern Möglichkeiten, wie sie leichter lernen und wie sie sich untereinander helfen können,
  • motivieren die Teilnehmer, am gesellschaftlichen Leben aktiv teilzunehmen und
  • zeigen den Teilnehmern, wie sie ein Lehrbuch so nutzen können, dass eine Teilnahme an weiterführenden Deutschkursen möglich ist.

Allgemeiner Integrationskurs (bis B1)

Ziel des Kurses ist es, die Integration und gesellschaftliche Teilhabe von Zuwanderinnen und Zuwanderern zu fördern. Im Sprachkurs erlernen die Teilnehmenden die deutsche Sprache bis zum Niveau B1, womit sie sich im Alltag zurechtfinden und verständigen können.
Vor Beginn eines Integrationskurses müssen die Teilnehmer einen Einstufungstest ablegen. Anhand der Testergebnisse kann der Teilnehmer einem bestimmten Kursmodul zugeordnet werden.
Neben dem Erlernen der Sprache werden im Sprachkurs Themen aus dem alltäglichen Leben fokussiert, wie z. B.

  • Arbeit und Beruf,
  • Aus- und Weiterbildung,
  • Betreuung und Erziehung von Kindern,
  • Einkaufen/Handel/Konsum,
  • Freizeit und soziale Kontakte,
  • Gesundheit und Hygiene/menschlicher Körper,
  • Medien und Mediennutzung und
  • Wohnen.

Zudem lernen die Teilnehmer, Briefe und E-Mails auf Deutsch zu verfassen, Formulare auszufüllen, zu telefonieren und sich zu bewerben.

Im Verlauf des Kurses findet ein Zwischentest, am Kursende eine TELC-zertifizierte Prüfung statt.

Zur Teilnahme berechtigt sind:

  • Spätausiedlerinnen und -aussiedler sowie neu zugewanderte Menschen mit auf Dauer angelegtem Aufenthaltsstatus,
  • Ausländerinnen und Ausländer, die bereits länger in Deutschland leben, Unionsbürgerinnen und -bürger und
  • Asylbewerberinnen und -bewerber und andere Ausländerinnen und Ausländer mit guter Bleibeperspektive

Zur Teilnahme verpflichtet sind:

  • neu zugewanderte Menschen, die sich nicht auf einfache Art in deutscher Sprache mündlich verständigen können bzw. die noch nicht über ausreichend Kenntnisse der deutschen Sprache verfügen,
  • Ausländerinnen und Ausländer, die besonders integrationsbedürftig sind und von der Ausländerbehörde zur Teilnahme aufgefordert werden und
  • Ausländerinnen und Ausländer, die Leistungen nach SGB II beziehen und von den Trägern der Grundsicherung wegen mangelnder Deutschkenntnisse zur Teilnahme aufgefordert werden.

Deutsch für Berufe (ab B1)

Am 1. Juli 2016 erweiterte der Bund das Angebot an berufsbezogener Sprachförderung für Menschen mit Migrationshintergrund: die berufsbezogene Deutschsprachförderung wurde zu einem Regelinstrument der Sprachförderung des Bundes. Sie wird vom BAMF umgesetzt und baut unmittelbar auf den Integrationskursen auf: In den Integrationskursen lernen Zugewanderte die deutsche Alltagssprache. In daran anschließenden berufsbezogenen Sprach- und Weiterqualifizierungsmodulen werden arbeitssuchende Migranten und Flüchtlinge kontinuierlich auf den Arbeitsmarkt vorbereitet. Die nationale berufsbezogene Deutschsprachförderung setzt sich aus verschiedenen Modulen zusammen, die sich baukastenähnlich individuell kombinieren lassen und den Deutschunterricht mit Maßnahmen der Bundesagentur für Arbeit verbinden. Sie haben bereits gute bis sehr gute Deutschkenntnisse und möchten sich sprachlich und fachlich weiterqualifizieren, um Ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern? Folgende Voraussetzungen müssen Sie erfüllen, um an der Förderung teilzunehmen.

Wer kann teilnehmen?

  • Sie müssen arbeitssuchend gemeldet sein und/oder beziehen in der Regel Leistungen nach SGB II (Hartz IV) oder SGB III (Arbeitslosengeld); Sie suchen eine Ausbildungsstelle, befinden sich bereits in der Ausbildung oder Sie durchlaufen gerade das Anerkennungsverfahren für Ihren Berufs- bzw. Ausbildungsabschluss.
  • Sie haben einen Migrationshintergrund und einen Bedarf an sprachlicher Weiterqualifizierung, d. h. Sie gehören zu einer der folgenden Gruppen:
    • Zugewanderte, einschließlich der Geflüchteten, die sich im Anerkennungsverfahren befinden und eine gute Bleibeperspektive haben (letzteres gilt zurzeit für die fünf Herkunftsländer Syrien, Iran, Irak, Eritrea und Somalia). Ausgeschlossen sind Flüchtlinge aus sicheren Herkunftsländern.
    • Bürgerinnen und Bürger der EU.
    • Deutsche mit Migrationshintergrund.
  • Sie haben bereits einen Integrationskurs absolviert und/oder sprechen bereits Deutsch auf B1-, B2- oder C1-Niveau nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen (GER).

Wer an den Modulen der nationalen berufsbezogenen Deutschsprachförderung teilnimmt, entscheiden die Arbeitsagenturen und Jobcenter. Wenden Sie sich hier an Ihre Beraterin oder Ihren Berater.

Wenn Sie sich in einem Beschäftigungsverhältnis befinden und arbeitsuchend gemeldet sind, können Sie an Spezialmodulen der nationalen berufsbezogenen Sprachförderung teilnehmen, sofern Sie noch keine ausreichenden Sprachkenntnisse besitzen, um den (zukünftigen) Arbeitsalltag zu meistern. Es besteht für Sie ein Kostenbeitrag von 50% pro Unterrichtseinheit. Die Zahlung des Kostenbeitrags kann auch durch den Arbeitgeber erfolgen.

Sprachförderung des BAMF wird ausgeweitet – Berufsbezogene Deutschsprachförderung wird zu einem Regelinstrument der Sprachförderung des Bundes.

Basismodule

Die Grundstruktur der nationalen berufsbezogenen Deutschsprachförderung stellen die sogenannten Basismodule dar. Es wird unterschieden zwischen drei Basismodulen:

  • B1 auf B2
  • B2 auf C1
  • C1 auf C2

Jedes Basismodul umfasst 300 Unterrichtseinheiten. Sie sind inhaltlich allgemeinsprachlich mit berufsbezogenen Unterrichtseinheiten aufgebaut und richten sich an eine Gruppengröße von mindestens 15 Teilnehmenden.

Ihre Lehrkraft hält Ihre Lernfortschritte schriftlich fest und wertet diese am Ende des Moduls gemeinsam mit Ihnen aus. Jedes Modul schließt mit einer Zertifikatsprüfung ab. Das erhaltene Zertifikat kann Ihnen auf Ihrem weiteren beruflichen Weg sehr nützlich sein.

Anmeldung

Sie möchten sich über oben genannte Module sprachlich und fachlich weiterqualifizieren? Dann wenden Sie sich an Ihren Vermittler der Arbeitsagentur oder des Jobcenters bzw. der Optionskommune. Die Mitarbeitenden wissen, an welchen Sprachschulen ab dem 01.07.2016 Module der nationalen berufsbezogenen Deutschsprachförderung angeboten werden und können Sie für einen dieser Weiterqualifizierungen vorschlagen.

Wenn Sie bereits arbeiten, können Sie Ihren Arbeitgeber fragen. Dieser erhält vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge weitere Informationen.

Zulassung von Trägern

Das Regelangebot der nationalen berufsbezogenen Deutschsprachförderung wird 2016 zusätzlich zum bereits bestehenden ESF-BAMF-Förderprogramm eingeführt und 2017 sukzessive ausgebaut.

  1. Zulassung für die Umsetzung von Basismodulen: ESF-BAMF Träger
    Bereits für das ESF-BAMF-Programm berechtigte Sprachschulen sind als Maßnahmeträger mit Ihrer Kooperation über eine Übergangsregelung bis 31.12.2017 zugelassen.Die neue berufsbezogene Deutschsprachförderung, die zunächst bis Ende 2017 parallel zum ESF-BAMF-Programm laufen wird, startet daher zunächst mit den bekannten ESF-BAMF Trägern, die durch die Verordnung als direkt zugelassen gelten, sofern sich die bestehende Kooperation bereit erklärt, die neue Aufgabe umzusetzen und zukünftig mit zusätzlichen Trägern zu kooperieren.
  2. Zulassung für die Umsetzung von Basismodulen: Neue Träger
    Um die Trägerlandschaft über die 124 ESF-BAMF Kooperationen hinaus auszuweiten, wurde vom 01. Juli 2016 bis 29. Juli 2016 ein Antragsverfahren für die Zulassung weiterer Träger durchgeführt.
  3. Zulassung für die Umsetzung von Spezialmodulen
    Das Zulassungsverfahren für die Durchführung von Spezialmodulen der nationalen berufsbezogenen Deutschsprachförderung wird 2017 erfolgen. Sprachschulen, die ESF-BAMF Kurse und/oder Basismodule der berufsbezogenen nationalen Regelförderung anbieten, sind ebenso aufgerufen, sich zu bewerben, wie auch Sprachschulen, die noch keine Träger von Basismodulen sind. Ein genauer Termin wird Ihnen rechtzeitig auf unserer Internetseite bekannt gegeben.

Lehrkräfte
Eine hohe fachliche Qualifikation der Lehrkräfte ist Voraussetzung für die erfolgreiche Sprachvermittlung. Lehrkräfte der nationalen berufsbezogenen Deutschsprachförderung müssen daher zwingend

  • ein abgeschlossenes Hochschulstudium,
  • das Sprachniveau C1 nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen und
  • die erforderliche Eignung

vorweisen. Die Lehrkräfte müssen zudem über eine Zusatzqualifikation Deutsch als Fremdsprache oder Deutsch als Zweitsprache oder eine gleichwertige Qualifikation verfügen. Das Bundesamt kann von letzterer Voraussetzung in bestimmten Fällen Ausnahmen vornehmen.

Zusammenarbeit der Bundesministerien

Die nationale berufsbezogene Deutschsprachförderung baut unmittelbar auf der allgemeinen Sprachförderung durch die Integrationskurse des BAMF auf. Bei beiden Angeboten handelt es sich um ein Regelangebot des Bundes. In den Integrationskursen lernen Zugewanderte die allgemeine deutsche Sprache von Beginn an. In den daran anschließenden berufsbezogenen Sprachkursen werden arbeitssuchende Migranten und Flüchtlinge kontinuierlich sprachlich auf den Arbeitsmarkt vorbereitet.

Die Ressortzuständigkeiten in der Deutschsprachförderung von Migranten und Flüchtlingen ist hier auf das Bundesministerium des Inneren (BMI) und das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) aufgeteilt. Während das BMI für die allgemeine Sprachförderung bis B1 zuständig ist, liegt die Förderung der berufsbezogenen Deutschkurse in der Ressortzuständigkeit des BMAS. Sowohl die allgemeine wie die berufsbezogene Deutschsprachförderung werden vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge koordiniert und durchgeführt.

Wir freuen uns auf Sie. 

Fragen zu unseren Deutsch-Kursen beantwortet Ihnen gerne Simone Winzer.
Academy of English GbR
Deutsch als Fremdsprache
Cloppenburger Str. 397
26133 Oldenburg
Tel.: 0441 3095737
Mail: winzer@englisch-oldenburg.de

Unsere Räumlichkeiten

Unsere modernen Räumlichkeiten sind ideal auf die Bedürfnisse von Deutsch-Lernern abgestimmt. In hellen Räumen und familiärer Atmosphäre erlernen Sie nicht nur die deutsche Sprache, sondern auch einen Teil der deutschen Kultur. Hier erhalten Sie einen ersten Einblick in unsere Kursräume: